Autoritäten im Wandel – Zur Reformation autoritärer Strukturen in der Coronakrise

Ein Film zu den Corona-Protesten und deren Bedeutung für die demokratische Zivilgesellschaft
Wissenschaftliches Videoessay von Studierenden der Hochschule Merseburg in Kooperation mit Projekt GegenPart


In den letzten Jahren mehren sich die Rufe nach einer starken Hand. Autoritäre Strömungen und Bewegungen werden lauter und zahlreicher und dies nicht erst im Zuge der sogenannten Corona-Proteste. In Zusammenarbeit mit Studierenden der Hochschule Merseburg ist im Laufe des letzten Jahres ein wissenschaftliches Videoessay entstanden, in dem unter anderem folgenden Fragen nachgegangen wird:

Einladung Programmkonferenz Fortschreibung Landesprogramm für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt

Termin: 09. Juni 2022

In Sachsen-Anhalt setzen sich zahlreiche Initiativen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger tagtäglich für ein demokratisches, vielfältiges und weltoffenes Miteinander ein. Dieses Engagement für eine lebendige Demokratie verdient Unterstützung!

Fachtag: Meinungsmache - Wer bildet meine Meinung?

am 14.06.2022 von 9:30 - 16:30 im Roncalli-Haus in Magdeburg

Der Fachtag beschäftigt sich mit wichtigen Aspekten der Meinungsbildung: Sprache, Populismus, Journalismus und Fake-Facts und richtet sich an alle Menschen, die sich für Demokratie und Menschenrechte interessieren und engagieren.

Tag der Erinnerung 2022

22 Jahre nach dem Mord an Alberto Adriano - 14 Jahre nach dem Mord an Hans-Joachim Sbrzesny

An den Tatorten der rechten Angriffe auf und Morde an Alberto Adriano im Stadtpark (14.00 Uhr) und Hans-Joachim Sbrzesny am Hauptbahnhof (15.00 Uhr) wird es am 10. Juni ein stilles Gedenken von Vertreter*innen von Zivilgesellschaft und demokratischen Parteien geben. Neben Vertreter*innen des Multikulturellen Zentrums und der hiesigen Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalttaten sowie anderer zivilgesellschaftlicher Vereine und Institutionen werden der Oberbürgermeister von Dessau-Roßlau Dr. Robert Reck, sowie Kommunal- und Landespolitiker*innen anwesend sein.

Beratungsprojekte gegen Rechtsextremismus in Anhalt bilanzieren Gesamtjahr 2021

Dessau Roßlau führt Ranking rechtsextremer Gewalttaten an // rechte Ereignislagen in der Region Anhalt so hoch wie seit 2016 nicht mehr



Rechtsextreme Ereignislagen in der Region Anhalt bewegten sich im Jahr 2021 auf einem Niveau wie seit 2016 nicht mehr. In der Chronik von Projekt GegenPart konnten insgesamt 409 rechte und neonazistische Meldungen für Anhalt festgestellt werden, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2020: 384 Einträge) einem Zuwachs um 6,5 % entspricht. Das ist der dritthöchste Wert, der seit Bestehen der Chronik (1999) für ein Jahr registriert werden konnte. Auch der Befund der Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt (OBS) stützt diesen Trend. Die OBS registriert im Berichtzeitraum insgesamt 24 Angriffe mit einer rechtsextremen Motivation. Im Vergleich zum Vorjahr (2020: 21 Meldungen) sind das drei Angriffe mehr. Auffällig: die Bauhausstadt Dessau-Roßlau führt mit insgesamt 11 Angriffen die Statistik an. Ein Umstand der seit sechs Jahren nicht mehr zu konstatieren war. Der überbordende Aufwuchs im Bereich der so genannten Ehrverletzungsdelikte (Beleidigung, Bedrohung und Nötigung) steht dabei ebenso in einem Zusammenhang mit den „Corona-Protesten“, wie die ansteigenden Gewalttaten in Dessau-Roßlau. Das zeigt unterm Strich, dass die Radikalisierung in Sprache und Duktus nur die Vorstufe für schwere Straftaten ist. Von einer Entwarnung kann demnach nicht gesprochen werden.

BMB-Stellungnahme zum Demokratiefördergesetz

Stellungnahme des Bundesverbands Mobile Beratung vom 22.03.2022



Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen) haben kürzlich ein Diskussionspapier zum geplanten Demokratiefördergesetz vorgelegt – und mehr als 200 Verbände, Fachorganisationen und Wissenschaftler*innen um eine Stellungnahme gebeten. Auch der Bundesverband Mobile Beratung (BMB) wurde angefragt und hat eine Stellungnahme verfasst. Sie ist hier als PDF verlinkt und nachfolgend im Wortlaut zu lesen.

Jahresbilanz der Mobilen Opferberatung 2021: Rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Sachsen-Anhalt auf hohem Niveau des Vorjahres

Pressemitteilung der Mobilen Opferberatung (Salzwedel, Magdeburg, Halle), 05.04.2022

Rassismus weiterhin häufigstes Tatmotiv / Verdoppelung der Angriffe auf politische Gegner*innen und gegen LGBTIQ* / zunehmende Gewalt mit Corona-Bezug / Sprengstoffanschlag auf Klimaaktivist*innen

156 politisch rechts motivierte Gewalttaten mit 213 direkt Betroffenen hat die Mobile Opferberatung für das Jahr 2021 in Sachsen-Anhalt registriert. Besonders bedrückend: Die Anzahl rechter Gewalttaten in 2021 ist genauso hoch wie im Vorjahr – ein Rückgang ist nicht zu erkennen. Konkret bedeutet das, auch in 2021 wurden alle zwei bis drei Tage Menschen in Sachsen-Anhalt angegriffen und zum Teil erheblich verletzt, weil sie als nicht zugehörig, von vermeintlich geltenden Normen abweichend, unerwünscht und minderwertig angesehen wurden. Zudem ist weiterhin von einer hohen Anzahl nicht angezeigter und auch der Mobilen Opferberatung und ihren Kooperationspartner*innen nicht bekannt gewordener, politisch rechts motivierter Angriffe auszugehen, die bislang in keiner Statistik auftauchen.

Desinformation, Verschwörungsmythen, Manipulationsstrategien.

Wie menschenfeindliche Agitationen online zur Radikalisierung beitragen.

30.03.2022 10:30 – 12:30 Uhr // online

Seit Ausbruch der Covid-Pandemie ist es demokratiefeindlichen Agitator:innen gelungen, komplett neue Zielgruppen zu mobilisieren, ungewöhnliche Koalitionen zu schaffen und ihre Ideen bis in die Mitte der Gesellschaft zu befördern. Sie profitieren von wachsenden Unsicherheiten, Frustrationen und Identitätskrisen in der Bevölkerung.

Handreichung: Was tun bei rechten Inhalten in Klassenchats?

Pressemitteilung des Bundesverband Mobile Beratung vom 14. Februar 2022

„Neuntklässler verschicken Nazi-Symbole via WhatsApp“, „Verschwörungsmythen im Kinder-Chat“: Rechte, rassistische und antisemitische Inhalte in Klassenchats sorgen immer wieder für Schlagzeilen – und lassen Lehrkräfte, Eltern und Schüler*innen oft ratlos zurück. Der Bundesverband Mobile Beratung (BMB) hat nun eine Handreichung zum Thema veröffentlicht, mit konkreten Empfehlungen, Methoden und juristischen Hinweisen.

Motor der Radikalisierung

Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind das Zentrum extrem rechter „Corona-Proteste“

Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erleben derzeit eine wachsende Protestmobilisierung im Zeichen der Corona-Krise und entwickeln sich zum Motor einer bundesweiten Radikalisierung der Pandemie-Leugner*innen-Szene. Die Demonstrationen stellen eine große Herausforderung für zivilgesellschaftliche Akteur*innen dar, die sich vor Ort für eine demokratische Kultur engagieren.