"Schön deutsch?" Zivilgesellschaftliche Ansätze in der Auseinandersetzung mit Ideologien der Ungleichwertigkeit

Eine bundesweite Demokratietagung des Bundesverbands Mobile Beratung in Kooperation mit dem Stiftungsverbund der Heinrich-Böll-Stiftungen.

Die Selbstaufdeckung des NSU wird sich 2016 zum fünften Mal jähren. Im Prozess gegen die vermeintlichen Haupttäter/innen werden Urteile gesprochen werden. Genügend Zeit scheint ins Land gegangen zu sein, damit nicht nur staatliche Stellen, sondern auch die Zivilgesellschaft in der Bundesrepublik ihre Konsequenzen aus den Erkenntnissen der Taten und aus den Ergebnissen der Untersuchungsausschüsse ziehen können.

Doch nicht nur die Aufdeckung des NSU und der damit öffentlich gewordene institutionelle Rassismus, sondern auch die Diversifizierung von Ideologien der Ungleichwertigkeit stellten und stellen zivilgesellschaftliche Ansätze vor neue Herausforderungen. Stichworte sind hier u.a. die PEGIDA-Bewegung, die Alternative für Deutschland (AfD), salonfähig gewordene rassistische oder rechtspopulistische Diskurse und die Diskussionen im Themenbereich Flucht und Asyl.

Eine Fachkommission des Stiftungsverbundes der Heinrich-Böll-Stiftungen hat in den Jahren 2014/15 zu zivilgesellschaftlichen Ansätzen in der Auseinandersetzung mit Ideologien der Ungleichwertigkeit gearbeitet und eine Reihe von Policy Papern veröffentlicht. Auf der Tagung „Schön deutsch?“ sollen Expert_innen mit Praktiker_innen und der Wissenschaft über die Ergebnisse in den Austausch treten: Wie muss sich zivilgesellschaftliche Arbeit in ausgewählten Bereichen verändern, um aus der Vergangenheit zu lernen und den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein?

Infos/ Anmeldung/ Programm: "Schön deutsch" Bundesweite Demokratietagung

Der Bundesverband Mobile Beratung e.V. ist der bundesweite Zusammenschluss der Mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus aus allen Bundesländern.