Rechten Terror als rechten Terror benennen

Fachkonferenz 3./4. Nov. 2016 Halle (Saale)

Nach dem NSU: aktuelle Entwicklungen, Analysen und gesellschaftliche Handlungsmöglichkeiten

"Wann fängt rechter Terror eigentlich an? Die unabhängigen Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt verzeichneten in Ostdeutschland und Berlin für das Jahr 2015 einen Anstieg der rechten Gewalttaten um etwa 90 % im Vergleich zu 2014. Dabei ist das Gewaltpotential gefährlich angestiegen. Zunehmend setzten Täter*innen Waffen, Sprengstoffe und Brandsätze ein. Auch im Jahr 2016 bleibt die Zahl der Gewalttaten unverändert hoch. In vielen Gegenden in Ost- und Westdeutschland gelingt es rechten Täter*innen ein ‚Klima der Angst‘ zu erzeugen, das sich hauptsächlich gegen Asylsuchende und ihre Unterstützer*innen richtet, aber auch gegen Politiker*innen und vermeintliche politische Gegner*innen. Es ist davon auszugehen, dass die Dunkelziffer für Gewalttaten deutlich höher ist. Expert*innen und Behörden warnen im Zuge dieser Gewalt vor einer neuen rechten Terrorgefahr. Im Rahmen unserer zweitägigen Konferenz diskutieren wir, was Terror von Rechts heute ausmacht "Rechten Terror als rechten Terror benennen“ und wo seine gesellschaftlichen Wurzeln liegen. Wir analysieren aktuelle rechtsterroristische Strukturen und Bezüge und fragen, wann rechter Terror eigentlich anfängt. Am zweiten Tag widmen wir uns stärker der Aufarbeitung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) und stellen die zivilgesellschaftliche Initiative Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ vor. Wir beantworten die Frage, weshalb es in Sachsen-Anhalt keinen eigenen NSU-Untersuchungsausschuss gab. Zudem geht es in unseren Workshops auch um praktische gesellschaftliche Handlungsmöglichkeiten."

3./4. November, Franckesche Stiftungen, Franckeplatz 1, Haus 37, 06110 Halle

Flyer

Hier gibt es den Veranstaltungsflyer mit weiteren Informationenn zu Programm, Anmeldung, Teilnehmendenbeitrag etc. als PDF-Datei zum Download

Flyer - Rechten Terror als Rechten Terror benennen

Infos/ Kontakt

Detaillierte Informationen zum Programm über die Homepages:
www.boell-sachsen-anhalt.de, www.miteinander-ev.de

Information:
Daniela Schmohl, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Fachkontakt:
Anne Mehrer, Michael Barthel, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, (03 45) 5 23 72 14