Fachtagung „Kultur- und religionssensibles Arbeiten in der Schulsozialarbeit“ am 07. September 2017 in den Franckeschen Stiftungen in Halle/Saale

Einladung der BAG Evangelische Jugendsozialarbeit, Diakonie Deutschland und Diakonie Mitteldeutschland

Professioneller Umgang mit Vielfalt ist ein Schwerpunkt von Schulsozialarbeit. Als Akteurin der Kinder- und Jugendhilfe im System Schule geht sie täglich mit den Herausforderungen von Diversität der Lebenswelten junger Menschen, ihrer Sinnsuche und ihrem Streben nach Beteiligung und Mitgestaltung am Lernort Schule um. Auch die Auswirkungen von Migration und Flucht auf die Arbeit von Schule insgesamt und von Schulsozialarbeitenden gestalten sich vielfältig.

Junge Menschen mit vielfältigen Sozialisationserfahrungen sollen sich in der Schule mit Werten unserer demokratischen Gesellschaft auseinandersetzen. Sie lernen, Möglichkeiten und Grenzen der persönlichen Freiheit auszuloten und damit einhergehende Konflikte gewaltfrei zu lösen. Im sozialen Umfeld erleben sie parallel dazu in unterschiedlichem Maß Anfeindungen gegenüber Menschen aufgrund von Herkunft, Religion oder Sozialisation. Gewalt und Intoleranz gegenüber den vermeintlich „anderen“, die als Bedrohung wahrgenommen und dargestellt werden, bestimmen zu nicht unerheblichem Teil den  öffentlichen Diskurs. Auch die Schule ist für viele kein diskriminierungsfreier Raum. Die mit dieser offensichtlichen Diskrepanz zwischen gelehrten und gelebten Werten einhergehenden Irritationen können besonders im schulischen Alltag zu Konflikten führen, die Gefahr laufen, von Sozialarbeitenden und Lehrenden kulturalisiert zu werden.

Die Schulsozialarbeit ist herausgefordert, alle Kinder und Jugendlichen in der Schule zu unterstützen und zu begleiten. Es geht um das bewusste Erleben und Üben demokratischer Praktiken und immer wieder um die Frage, wie weit die Rechte des einzelnen reichen und wie im Konfliktfall zu agieren ist. Akzeptanz gleichberechtigten Seins, unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Sprache, Heimat und Herkunft, Glauben, religiösen oder politischen Anschauungen ist dabei sowohl Ausgangspunkt als auch Ziel der von Schulsozialarbeitenden und Lehrenden initiierten und begleiteten Lernprozesse.

Mit dieser Veranstaltung wollen die Veranstaltenden bei Fachkräften der Schulsozialarbeit sowie Lehrenden für kultur- und religionssensibles Arbeiten werben, Hintergründe für unterschiedliches Verhalten junger Menschen im Kontext ihrer Sozialisation beleuchten und Erfahrungsräume für vorurteilsbewusstes Handeln schaffen. Für die konkrete Arbeit vor Ort sollen notwendige Voraussetzungen und förderliche Faktoren herausgearbeitet sowie Möglichkeiten und Grenzen aufgezeigt werden.

Anmeldeschluss ist am 25.08.2017

Infos/ Programm

Alle weiteren Informationen können Sie der Einladung entnehmen:

Fachtagung „Kultur- und religionssensibles Arbeiten in der Schulsozialarbeit“

Kontakt

Claudia Seibold
Referentin
Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit e.V. (BAG EJSA)
Wagenburgstraße 26-28
70184 Stuttgart
Tel. +49 (0) 711-16489-40
mobil +49 (0) 177 - 44 25 736
Fax +49 (0) 711-16489-21
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www.bagejsa.de

Veranstaltende