[rechtsAußen] Impulse für den Umgang mit Rechtsextremismus in der pädagogischen Praxis

Fortbildung am 13. und 14. Dezember 2013 in Halle

In der Jugend(bildungs)arbeit, Schule und Ausbildung begegnen uns immer wieder Jugendliche, die Versatzstücke rechtsextremer Weltbilder und Einstellungen pflegen. PädagogInnen und Fachkräfte der Jugendbildung sehen sich daher immer wieder einer komplexen Fragestellung gegenüber: Wie können wir diese Jugendlichen verstehen, ohne einverstanden zu sein? Auf welche Weise ihre Sichtweisen hinterfragen, ohne den Bezug zu ihnen zu verlieren? Und welche geschlechtsspezifischen Herangehensweisen und Handlungsstrategien mit dem Thema gibt es? Die Fortbildung [rechtsAußen] Impulse für den Umgang mit Rechtsextremismus in der pädagogischen Praxis bietet praxisnahe Auseinandersetzung und praktische Orientierung zum Themenkomplex „Rechtsextremismus“, seinen Erscheinungsformen und Hintergründen. Besonderes Gewicht liegt dabei auch auf der Rekonstruktion (geschlechts-)spezifischer Gefährdungslagen von Jugendlichen, die ein Abrutschen in rechtsextreme Szenen begünstigen können. Unter Bezug auf die Handlungsfelder unserer Teilnehmenden sollen Perspektiven, Standards und Erfolgskriterien gelingender Intervention aufgezeigt werden.

Programm

Freitag, 13. Dezember 2013

08:30 - 16:30 Uhr

R. Milke (Miteinander e.V.)
Dr. Katrin Reimer (Hochschule Stendal-Magdeburg)

Phase 1 - Erlebniswelt Rechtsextremismus

o Welche rechtsextremen Weltbilder, Zeichen
und Symbole gibt es?

o Wie genau (Organisationen, Gruppen,
Parteien) setzt sich die rechtsextreme
Szene hierzulande derzeit zusammen?

o Welche Strategien verfolgt sie und welche
Rolle spielen rechtsextreme Erlebniswelten dabei?

o Mit Hilfe von Übungen soll die sichere Einordnung
rechtsextremer Erkennungsmerkmale
praktisch erprobt werden und
z.B. die Methode der Situationsanalyse
kennengelernt werden.

Phase 2 - Rechtliche Rahmenbedingungen
im Spannungsfeld pädagogischer Praxis
und Rechtsextremismus

o In welchen rechtlichen
Rahmenbedingungen bewege ich mich als
pädagogische Fachkraft?

o Wie können Situationen zwischen
Schweigepflicht, körperlicher Gewalt und Anzeige
interpretiert werden?

Samstag, 14. Dezember 2013

08:30 - 16:30 Uhr

K. Stützel, V. Laumann (Vielfalt.Macht.Schule.)
Dr. Katrin Reimer (Hochschule Stendal-Magdeburg)

 

Phase 3 - Anatomie rechtsextremer Lebenswege

o Welche individuellen, sozialen und strukturellen
Faktoren begünstigen das Abgleiten
in die rechtsextreme Szene? Welche
Funktionen kann eine rechtsextreme Orientierung
haben?

o Welche Geschlechterbilder beinhaltet die
rechtsextreme Ideologie? Welche spezifischen
Angebote für männliche und weibliche
Jugendliche bieten rechtsextreme
Szenen?

Phase 4 - Perspektiven der pädagogischen
Arbeit mit rechtsorientierten Jugendlichen

o Schule als Agitationsfeld rechtsextremer
AkteurInnen und Möglichkeiten der Prävention
von Rechtsextremismus in Schule
und Jugendarbeit

o Welche Ziele kann und soll die Arbeit mit
rechtsextrem orientierten Jugendlichen in
Schule und Jugendarbeit verfolgen?

o Welche Erfahrungen und Perspektiven
gelingender geschlechterreflektierter Arbeit
mit rechtsextrem-orientierten Jugendlichen
gibt es?

o Auseinandersetzung mit den Bedingungen
des pädagogischen Arbeitsalltags
vorfinden und Chancen und Grenzen der
eigenen beruflichen Praxis

Den vollständigen Flyer zur Veranstaltung inklusive der Anmeldeunterlagen können Sie hier... als pdf-Datei herunterladen.

Informationen/Kontakt

ARBEIT UND LEBEN
Sachsen-Anhalt e.V.
Eisenbahnstr. 3
06132 Halle (Saale)
Telefon: 0345 / 20 51 290
Telefax: 0345 / 20 51 296
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.arbeitundleben.info

 

    

Vorbehalt des Veranstalters: Der Veranstalter behält sich vor, von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder der rechtsextremen Szenen zuzuordnen sind oder sich rechtsextremistisch oder rassistisch äußern, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen