Tag der Erinnerung 2019 - 11. Juni 2019, 15 Uhr, Stadtpark Dessau

19 Jahre nach dem Mord an Alberto Adriano - 11 Jahre nach dem Mord an Hans-Joachim Sbrzesny

Alberto Adriano

In der Nacht zum 11. Juni 2000 wurde Alberto Adriano von drei rechten Schlägern im Dessauer Stadtpark bewusstlos geprügelt. Im Krankenhaus starb er später an den massiven Verletzungen.

Der 1960 in Mosambik geborene Adriano kam 1988 als Vertragsarbeiter in die DDR. In Dessau arbeitete er als Fleischermeister und wohnte zusammen mit seiner Frau und ihren drei Kindern in der Nähe des Stadtparks.

Im Prozess betonte das Gericht den Zusammenhang zwischen den Hassgesängen der Täter, ihrer rassistischen Gesinnung und der Tat. Adriano wird offiziell als Mordopfer rechter Gewalt anerkannt, vor Ort erinnert ein Gedenkstein an das Hassverbrechen.

 

Hans-Joachim Sbrzesny

Am 1. August 2008 wurde der 50 Jahre alte Hans-Joachim Sbrzesny von zwei vorbestraften Rechten
im Park vor dem Dessauer Hauptbahnhof auf brutale Weise ermordet.

Sbrzesny kam 1958 in Halle (Saale) mit einer geistigen Beeinträchtigung zur Welt. Nach dem Fall der Mauer lebte er immer wieder auf der Straße oder in Obdachlosenunterkünften, zuletzt in einem Wohnheim in Halle.

Das mediale und öffentliche Interesse am Fall Sbrzesny fiel gering aus. Am Ort des Verbrechens befindet sich bislang kein Gedenkstein, der an das Verbrechen erinnert. Und trotz zahlreicher Hinweise auf den ideologischen Tathintergrund wird Sbrzesny offiziell nicht als ein Mordopfer rechter Gewalt anerkannt.

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Tag der Erinnerung 2019

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