Desinformation, Verschwörungsmythen, Manipulationsstrategien.

Wie menschenfeindliche Agitationen online zur Radikalisierung beitragen.

30.03.2022 10:30 – 12:30 Uhr // online

Seit Ausbruch der Covid-Pandemie ist es demokratiefeindlichen Agitator:innen gelungen, komplett neue Zielgruppen zu mobilisieren, ungewöhnliche Koalitionen zu schaffen und ihre Ideen bis in die Mitte der Gesellschaft zu befördern. Sie profitieren von wachsenden Unsicherheiten, Frustrationen und Identitätskrisen in der Bevölkerung.

Diese Veranstaltung schließt an einen Fachtag im Jahr 2020 an, bei dem die Herausforderungen und Handlungsbedarfe der Onlineprävention im Umgang mit islamistischem Extremismus thematisiert wurden. Auch zwei Jahre später sehen wir, dass es eine Vielzahl von digitalen Angeboten gibt, die demokratiefeindliche Werte und problematische Weltbilder in – teilweise versteckten – Botschaften vermitteln und darauf abzielen, Entfremdungsprozesse zu initiieren. Ausgehend von den Herausforderungen im Umgang mit islamistischem Extremismus wird Julia Ebner in ihrem Vortrag die unterschiedlichen Stufen von Radikalisierungsprozessen beleuchten und über die Manipulationsstrategien aus unterschiedlichen ideologischen Ecken sprechen.

Basierend auf ihren Undercover-Erfahrungen innerhalb demokratiefeindlicher Bewegungen für ihr Buch »Radikalisierungsmaschinen« sowie ihren laufenden Recherchen am Institut für Strategischen Dialog und an der Oxford University wird sie von Rekrutierungsverfahren, Sozialisierungsprozessen und der Planung von Angriffen erzählen.

Wie sehen diese alternativen Online-Welten aus? Mit welchen Mitteln arbeiten diese Bewegungen, um ein starkes Gruppenzugehörigkeitsgefühl unter ihren Mitgliedern zu erzeugen? Und inwiefern lassen Insider-Codes, satirische Memes und videospielartige Anreizsysteme die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Spiel verschwimmen? Am Ende ihres Vortrags wird Ebner auch auf die neuesten Dynamiken rund um die Corona-Proteste eingehen. Weshalb erleben Verschwörungsmythen gerade jetzt so einen Boom? Und wie können wir verhindern, dass immer mehr Menschen ihr Vertrauen in die Demokratie, Medien und Wissenschaft aufgeben?

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Demokratiezentrum Land Bremen