Jahresbilanz der Mobilen Opferberatung 2021: Rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Sachsen-Anhalt auf hohem Niveau des Vorjahres

Pressemitteilung der Mobilen Opferberatung (Salzwedel, Magdeburg, Halle), 05.04.2022

Rassismus weiterhin häufigstes Tatmotiv / Verdoppelung der Angriffe auf politische Gegner*innen und gegen LGBTIQ* / zunehmende Gewalt mit Corona-Bezug / Sprengstoffanschlag auf Klimaaktivist*innen

156 politisch rechts motivierte Gewalttaten mit 213 direkt Betroffenen hat die Mobile Opferberatung für das Jahr 2021 in Sachsen-Anhalt registriert. Besonders bedrückend: Die Anzahl rechter Gewalttaten in 2021 ist genauso hoch wie im Vorjahr – ein Rückgang ist nicht zu erkennen. Konkret bedeutet das, auch in 2021 wurden alle zwei bis drei Tage Menschen in Sachsen-Anhalt angegriffen und zum Teil erheblich verletzt, weil sie als nicht zugehörig, von vermeintlich geltenden Normen abweichend, unerwünscht und minderwertig angesehen wurden. Zudem ist weiterhin von einer hohen Anzahl nicht angezeigter und auch der Mobilen Opferberatung und ihren Kooperationspartner*innen nicht bekannt gewordener, politisch rechts motivierter Angriffe auszugehen, die bislang in keiner Statistik auftauchen.

Desinformation, Verschwörungsmythen, Manipulationsstrategien.

Wie menschenfeindliche Agitationen online zur Radikalisierung beitragen.

30.03.2022 10:30 – 12:30 Uhr // online

Seit Ausbruch der Covid-Pandemie ist es demokratiefeindlichen Agitator:innen gelungen, komplett neue Zielgruppen zu mobilisieren, ungewöhnliche Koalitionen zu schaffen und ihre Ideen bis in die Mitte der Gesellschaft zu befördern. Sie profitieren von wachsenden Unsicherheiten, Frustrationen und Identitätskrisen in der Bevölkerung.

Handreichung: Was tun bei rechten Inhalten in Klassenchats?

Pressemitteilung des Bundesverband Mobile Beratung vom 14. Februar 2022

„Neuntklässler verschicken Nazi-Symbole via WhatsApp“, „Verschwörungsmythen im Kinder-Chat“: Rechte, rassistische und antisemitische Inhalte in Klassenchats sorgen immer wieder für Schlagzeilen – und lassen Lehrkräfte, Eltern und Schüler*innen oft ratlos zurück. Der Bundesverband Mobile Beratung (BMB) hat nun eine Handreichung zum Thema veröffentlicht, mit konkreten Empfehlungen, Methoden und juristischen Hinweisen.

Motor der Radikalisierung

Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind das Zentrum extrem rechter „Corona-Proteste“

Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erleben derzeit eine wachsende Protestmobilisierung im Zeichen der Corona-Krise und entwickeln sich zum Motor einer bundesweiten Radikalisierung der Pandemie-Leugner*innen-Szene. Die Demonstrationen stellen eine große Herausforderung für zivilgesellschaftliche Akteur*innen dar, die sich vor Ort für eine demokratische Kultur engagieren.

BMB-Policy Paper zu Auswirkungen der Corona-Proteste

Veröffentlicht am 14.12.2021

Fackelaufzug zum Haus von Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Morddrohungen gegen Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, aggressive Proteste in mehreren Städten an den ersten beiden Dezemberwochenenden: Antidemokratisch eingestellte Gruppen gehen weiterhin gegen die Corona-Politik auf die Straßen und zeigen sich militanter. Der Bundesverband Mobile Beratung (BMB) analysiert in einem Policy Paper die Entwicklungen der verschiedenen Milieus und formuliert Handlungsempfehlungen für die demokratische Zivilgesellschaft.

Warum Adriano?

Der Mord an Alberto Adriano und migrantische Erinnerungsarbeit in Dessau 2000-2020

Am 11. Juni 2021 veröffentlichte das Multikulturelle Zentrum Dessau die anläßlich des 20. Jahrestages der Ermordung von Alberto Adriano erstellte Broschüre "Warum Adriano? Der Mord an Alberto Adriano und migrantische Erinnerungsarbeit in Dessau 2000-2020".

Die Broschüre beschäftigt sich aus Perspektive des Multikulturellen Zentrums mit dem Mord an Alberto Adriano und seinen Folgen und Wirkungen in der Stadt Dessau wie in Deutschland insgesamt.

Frauen*hass und rechter Terror

Fortbildung zum Feindbild Feminismus am 24. November 2021

Zusammen mit dem Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und  Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V. (KgKJH) und dem Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e.V. bieten Miteinander e.V. und Projekt GegenPart am 24. November 2021 eine Fortbildung für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Mädchen*- und Jungen*arbeit, Schulsozialarbeit, Beratungsarbeit sowie an Gleichstellungsbeauftragte in Dessau-Roßlau an. Weitere Informationen und die Einladung finden Sie hier.

Antifeminismus von Rechts – Angriffen auf Gleichstellung und Selbstbestimmtheit solidarisch begegnen

Hybrider Fachtag am 22./23. November 2021 im LidiceHaus Bremen und online

Ob politisch, akademisch oder religiös-fundamentalistisch motiviert: Antifeministische Akteur*innen und Strömungen greifen feministische Errungenschaften an. Statt Gleichstellung und Selbstbestimmtheit wird eine vermeintlich natürliche Geschlechterordnung gefordert.

Landeskonferenz 2021 des LAMSA e.V.

Freitag 05.11.2021 15 bis Samstag 06.11.2021 16 Uhr in Halle (Saale)

Auch in diesem Super-Wahljahr hat LAMSA (Landesnetzwerk Migrantenorganisationen in Sachsen-Anhalt) gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen zahlreiche Veranstaltungen - digital und in Präsenz - umgesetzt. Und dies trotz der anhaltenden Pandemie-Lage.

Ungewöhnliche Allianzen im Rechtsextremismus ernst nehmen und bekämpfen

Pressemitteilung des Kompetenznetzwerk Rechtsextremismusprävention

Berlin, 02.09.2021. Ungewöhnliche Allianzen – unter diesem Titel fand vom 1. bis zum 3. September 2021 die Tagung des Kompetenznetzwerks Rechtsextremismusprävention statt. Zu der Konferenz kamen online und offline etwa 150 Jugendsozialarbeiter:innen, Vertreter:innen von Ministerien, Mitarbeiter:innen von Polizei und Verwaltung sowie Expert:innen der Rechtsextremismusprävention zusammen. In verschiedenen Formaten diskutierten die Teilnehmer:innen nachhaltige Strategien im Umgang mit aktuellen und verschiedenen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus.