Die Arbeit des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt

Eine Beratungsbilanz für das Jahr 2012

Das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus wurde im Jahre 2007 in Sachsen-Anhalt aufgebaut. Die Beratung hat als generelles Ziel die Stärkung der Zivilgesellschaft in der Auseinandersetzung mit rechtsextremen Problemlagen sowie die Stärkung demokratischer Prozesse im Gemeinwesen. Landesweit arbeiten 5 Regionale Beratungsteams in Sachsen-Anhalt. Sie beraten Einzelpersonen, Institutionen sowie Vereine und Verbände, die mit Rechtsextremismus, Rassismus oder Antisemitismus konfrontiert sind und Unterstützung in dieser Situation anfragen. Die 4 Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt helfen den Betroffenen, die Folgen eines rechtsextremen Übergriffs zu überwinden.

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„Die erste Raketenstufe ist gezündet“

Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE sammelt Protestideen gegen Neonaziaufmarsch

Genau 82 Gäste sind am 05. November 2013 auf Einladung des Oberbürgermeisters Klemens Koschig zu einer Initiativberatung in den Saal des Dessauer Rathauses gekommen. Vom Juristen bis zur Sprecherin des Migrantanrates, vom Studenten bis zur Stadträtin und vom Vereinsvorsitzenden bis zur Pädagogin wurde intensiv eine Frage diskutiert: Wie kann die Doppelstadt zwischen Elbe und Mulde für Rechtsextremisten möglichst  unattraktiv gemacht werden? Der Anlass für diese richtige und notwendige Debatte wirft derweil seine braunen Schatten bereits voraus. Am 08. März 2014 wollen Neonazis erneut durch die Innenstadt marschieren und mit ihrer kruden Mischung aus Geschichtsverfälschung, Menschenfeindlichkeit und NS-Nostalgie die Opfer des Nationalsozialismus verhöhnen. Für das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE (mehr dazu hier…) Grund genug, kurz zurückzuschauen, aber vor allem mit möglichst vielen Menschen bereits jetzt Aktionen zu planen und für die kommende Protestsaison kreative Anregungen, Ideen und Wünsche einzusammeln.

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NÄCHSTENLIEBE ALS POLITISCHE PRAXIS - CHRISTLICHES ENGAGEMENT GEGEN MINDERHEITENFEINDLICHKEIT UND RECHTSEXTREMISMUS

3. bundesweite Ost-West-Konferenz am 29. – 30. November 2013 in Salem (Mecklenburg-Vorpommern)

Nächstenliebe ist ein ebenso zentraler wie komplexer Begriff des christlichen Glaubens. Sie will konkret gelebt werden, in unseren Kirchengemeinden, in unseren Städten und Dörfern, in der Öffentlichkeit wie im Privaten. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass das konsequente Handeln nach dem Prinzip der Nächstenliebe, beispielsweise beim Engagement gegen Rechtsextremismus, gegen Rassismus oder im Agieren für mehr Menschlichkeit in der Asylpolitik, auch Ablehnung in Kirche, Politik und Gesellschaft zur Folge hat. Die dritte Ost-West-Konferenz der BAG K+R wird diese Erfahrungen in der Diskussion mit Vertreter_innen aus Kirche, Politik und Zivilgesellschaft in den Mittelpunkt stellen: Wo und in welcher Ausprägung begegnet uns Rassismus und wie gehen wir mit den Auswirkungen um? Wie lebt Kirche den Begriff Nächstenliebe? Was sind Herausforderungen und wo brauchen wir innerhalb wie außerhalb kirchlicher Strukturen eine deutlichere und stärkere Position?

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