RELIGION IM RECHTEXTREMISMUS - Die Neue Rechte und das Verhältnis zur Transzendenz

Fachtagung vom 02. bis 03. Juni 2014 in Berlin

Wie hält es die extreme Rechte mit der Religion? Der Thorshammer ist ein beliebtes Schmuckstück, Neonazis tragen T-Shirts mit der Aufschrift „Odin statt Jesus“ und einige esoterische Vorstellungen zeigen eine Nähe zu völkischer Ideologie. Viele Rechtsrocktexte beschreiben gewalttätige Erlösungsphantasien und preisen germanische Götter. Aus diesem Grund will die Facjtagung sowohl die Beziehung zwischen Neuheidentum, Esoterik und Rechtsextremismus beleuchten als auch nach der Bedeutung von Religion für die Lebenswelt rechtsextremer Jugendlicher fragen. Eine besondere Rolle spielt dabei das Feindbild Kirche. Zum einen, weil sich die Kirche an vielen Stellen in Gegenbewegungen engagiert, zum anderen, weil das Christentum wegen seiner jüdischen Wurzeln und seiner Ethik abgelehnt wird.

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Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE startet Kampagne KEINE NAZIS IN DIE PARLAMENTE zu den bevorstehenden Kommunal- und Europawahlen am 25. Mai 2014

Aufrufpostkarten werden in der Stadt ausgelegt und Unterschriftenlisten verteilt

Das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE in Dessau-Roßlau hat nun die Kampagne KEINE NAZIS IN DIE PARLAMENTE gestartet. In einem Aufruf zu den bevorstehenden Kommunal- und Europawahlen am 25. Mai 2014 werden die Wählerinnen und Wähler aufgefordert, ihre Stimme den Kandidatinnen und Kandidaten der demokratischen Parteien zu geben und damit den Einzug der rechtsextremen NPD in die Parlamente zu verhindern. Die NPD versucht die Sorgen, Unzufriedenheit und sozialen Lebenslagen der Menschen für ihre eigenen Propagandazwecke auszunutzen. Sie ist weder willens noch in der Lage, zukunftsfähige  Antworten auf die Fragen unserer Zeit zu geben. Stattdessen spielt sie auf der Klaviatur von Nationalismus, Ausländerfeindlichkeit, Demokratieverdrossenheit, Antisemitismus und Verharmlosung des Hitler-Regimes. Ihre politische Agitation setzt auf die Ausgrenzung von Minderheiten  und sozial Schwachen.

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TAG DER ERINNERUNG - Gedenken  an Alberto Adriano und Hans-Joachim Sbrzesny

Veranstaltung am 11. Juni 2014 im Dessauer Stadtpark // Wanderausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen"  im Rahmenprogramm


Am 11. Juni 2000 wurde Alberto Adriano im Stadpark in Dessau von Neonazis angegriffen, dabei schlugen und traten die Angreifer so extrem auf Alberto Adriano ein, dass er wenige Tage später an den Folgen seiner schweren Verletzungen starb. Der brutale Mord an dem Familienvater, der als Vertragsarbeiter in die ehemalige DDR gekommen war, löste weltweit Entsetzen aus. Zur Erinnerung an das brutale Verbrechen laden zahlreiche Vereine und Initiativen am 14. Juni 2014 zu einer Gedenkveranstaltung in den Stadtpark in Dessau ein. Erstmals wird an diesem Tag zudem Hans-Joachim Sbrzesny öffentlich gedacht. Kirchenpräsident Joachim Liebig wird dazu am Dessauer Hauptbahnhof Gedenkworte sprechen. Hier war Hans-Joachim Sbrzesny in der Nacht zum 01. August 2008 (mehr dazu hier...) auf einer Parkbank eingeschlafen, als ihn zwei bekennende Rechtsextremisten solange mißhandelten, bis er starb.

Zudem wird im Rahmenprogramm die Wanderausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" eröffnet, die bis einschließlich 24. Juni 2014 im Multikulturellen Zentrum der Stadt zu sehen sein wird. Für Schulklassen bietet das Alternative Jugendzentrum dazu ein Bildungsprogramm mit Workshops und Projekttagen an.

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Rechtsextremen Interventionen bürgerschaftlich begegnen

Fachgespräch für Lokale Bündnisse am 23. April 2014 in Magdeburg

Das Netzwerk für Demokratie und Toleranz in Sachsen-Anhalt und die Landeszentrale für politische Bildung laden zum  4. Fachgespräch für regionale und lokale Bündnisse gegen Rechtsextremismus. Anknüpfend an die Veranstaltung im Oktober 2013 wird diesmal der Präsident des Landtages, Herr Detlef Gürth, die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnen und zudem den Initiativen für ein Gespräch zur Verfügung stehen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen dabei durchaus konkrete und aktuelle Fragen zum Umgang mit rechtsextremen Ereignissen im öffentlichen Raum: Wie sehen derzeit rechtsextreme Interventionen in unserem Gemeinwesen aus? Welche Bedeutung haben z. B. die Übergriffe im Süden von Sachsen-Anhalt? Welche überregionalen Veranstaltungen und Interventionen der rechtsextremen Szene sind in diesem Jahr zu erwarten und wie verhält sich die demokratische Bürgergesellschaft dazu?

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Informationen und Tipps für regionale Bündnisse gegen Rechtsextremismus

Handbuch steht im Abschnitt Material zur Verfügung

In der Kategorie Materialien/Download sollen verschiedene hilfreiche Publikationen und Handreichungen zur Verfügung gestellt werden. Dazu werden wir geeignete Materialien – unabhängig davon ob ganz neu oder bereits praxiserprobt – regelmäßig dort veröffentlichen. Neu in die Liste haben wir nun eine Broschüre der Freiwilligen Agentur Halle Saalkreis e.V. und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt aufgenommen. Im „Handbuch für lokale Bündnisse gegen Rechtsextremismus“

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„Wie lange noch müssen wir die Verkehrung der Geschichte ertragen?“

Fast 150 Menschen protestieren gegen Neonazikundgebung am 13. Februar 2014 in Dessau-Roßlau

Es schüttet sprichwörtlich aus Eimern - Schirme, bunte Kapuzen und Regenjacken bestimmen die Szenerie – als mit insgesamt 12 Schlägen der Friedensglocke die Kundgebung „BUNT STATT BRAUN – Keine Geschichtsverfälschung in Dessau-Roßlau“ endet. Das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE (mehr dazu hier…) hatte kurzfristig zu der Aktion im Herzen der Stadt aufgerufen, um damit Gesicht zu zeigen und ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen gegen Intoleranz und den menschenverachtenden Ungeist, den Neonazis aus dem Kameradschaftsspektrum nur wenige Minuten zuvor mit einer perfiden Inszenierung an der Dessauer Museumkreuzung zelebrierten – nicht ohne auch dort auf lautstarken Protest zu treffen.  

Anlass  für den braunen Spuk  ist der Jahrestag der Bombardierung der Stadt Dresden im 2. Weltkrieg. Rechtsextremisten, die dieses historische Datum seit Jahren mit Großaufmärschen für ihren ideologischen Zwecke auf der Straße instrumentalisieren, gehen nun auf Grund des erstarkten demokratischen Widerstands in der sächsischen Landeshauptstadt zusehends dazu über, auf eine so genannte „dezentrale Strategie“ zu setzen.

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Reader zum Thema Antisemitismus erschienen

Die Handreichnung widmet sich der theoretischen und der pädagogisch-praktischen Auseinandersetzung

Im ersten Teil des neuen IDA-Readers „Antisemitismus – ein gefährliches Erbe mit vielen Gesichtern“ werden Ideologien, Erscheinungsformen und Entwicklungen von Antisemitismus vorgestellt und diskutiert. Einleitend findet sich ein Überblick, was Antisemitismus überhaupt ist, welche verschiedenen Ausprägungen zu beobachten sind und wie sich diese historisch entwickelt haben. Anschließend wird ein Blick darauf geworfen, wie Antisemitismus in der gegenwärtigen Migrationsgesellschaft von der Mitte der Gesellschaft an ihren Rand verschoben wird und im Sinne einer Entlastung der Mehrheitsgesellschaft zum Problem vor allem von Menschen mit Migrationshintergrund gemacht wird.

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Neue Broschüre "Keine Bühne für Rassismus - Flüchtlinge willkommen heißen" erschienen

Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin thematisiert den Umgang mit den Protesten gegen Flüchtlingsunterkünfte

Proteste und Hetze gegen die Unterbringung von Asylsuchenden gab es in den vergangenen Monaten in vielen Orten der Republik. Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR Berlin) hat dies zu Anlass genommen eine Broschüre zu erstellen, die praktische Tipps und Hilfestellungen geben möchte, wie zum Thema Flüchtlingsunterbringung eine Informationsveranstaltung oder Bürgerversammlung organisiert werden kann, ohne dass diese Veranstaltung zu einer Bühne für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wird.

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Eine Menschenkette für Dessau-Roßlau 2.0

Mit buntem Protestprogramm gemeinsam gegen den Neonaziaufmarsch am 08. März 2014

Im letzten Jahr war es noch ein Experiment: die Aktion EINE MENSCHENKETTE FÜR DESSAU-ROSSLAU.  War doch mehr als ungewiss, ob das Konzept aufgeht und die Aktionsform auch wirklich angenommen wird. Das Ergebnis ist bekannt, mit 2.500 Menschen auf der Straße (mehr dazu hier…) und dem Ringschluss um das Stadtzentrum war dieser Tag eine Erfolgsgeschichte, eine Sternstunde der Demokratie in dieser Stadt. Etliche Diskusionen und zwei abendfüllende Veranstaltungen später (mehr dazu hier…) und (hier…) hat sich demnach die recht simple und einprägsame Erkenntnis durchgesetzt auf Bewährtem aufzubauen und daraus Kraft, Mut und Motivation für Neues zu ziehen.

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Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt veröffentlicht neue Newsletterausgabe

Schwerpunktthema "Vertreibung durch Rassismus"

Die Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt hat eine neue Ausgabe ihres Newsletters veröffentlicht. Der Schwerpunkt des aktuellen Newsletters heißt:  "Vertreibung durch Rassismus".

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