Netzwerkkonferenz: "MENSCHENKETTE UND MEHR - WIE WEITER MIT DER PROTESTKULTUR IN DESSAU-ROSSLAU?"

Umfängliche Dokumentation nimmt Strategien zur Auseinandersetzung mit Naziaufmärschen in den Blick

Der 09. März 2013 war eine Sternstunde für die Demokratie in Dessau-Roßlau. Mit Mahnwachen, Kultur- und Bühnenprogramm, Toleranzlauf und einer MENSCHENKETTE FÜR DESSAU-ROSSLAU haben 2.500 Bürger und Bürgerinnen ein kraftvolles Zeichen gesetzt und zugleich friedlich und kreativ gegen den alljährlichen Neonaziaufmarsch demonstriert (mehr dazu hier...). Doch bekanntlich ist nach dem Protest, vor dem nächsten Protest. Denn am 08. März 2014 werden die Neonazis und Rechtsextremisten aus dem Kameradschaftsspektrum erneut aus Anlass der Bombardierung im 2. Weltkrieg in der Doppelstadt marschieren und mit ihrer geschichtsverfälschenden Propaganda die Opfer des Nationalsozialismus verhöhnen. Das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE hat deshalb ein Experiment gewagt und öffentlich zentrale Fragen diskutiert: Wo steht die Protestkultur in der Stadt, was hat sich warum bewährt? Welche neuen und innovativen Ansätze und Ideen können helfen, noch deutlichere Symbole und Zeichen zu setzen? Wie kann es gelingen, noch mehr Menschen als bislang zu motivieren, sich an Aktionen gegen Rechtsextremismus aktiv zu beteiligen?

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[rechtsAußen] Impulse für den Umgang mit Rechtsextremismus in der pädagogischen Praxis

Fortbildung am 13. und 14. Dezember 2013 in Halle

In der Jugend(bildungs)arbeit, Schule und Ausbildung begegnen uns immer wieder Jugendliche, die Versatzstücke rechtsextremer Weltbilder und Einstellungen pflegen. PädagogInnen und Fachkräfte der Jugendbildung sehen sich daher immer wieder einer komplexen Fragestellung gegenüber: Wie können wir diese Jugendlichen verstehen, ohne einverstanden zu sein? Auf welche Weise ihre Sichtweisen hinterfragen, ohne den Bezug zu ihnen zu verlieren? Und welche geschlechtsspezifischen Herangehensweisen und Handlungsstrategien mit dem Thema gibt es? Die Fortbildung [rechtsAußen] Impulse für den Umgang mit Rechtsextremismus in der pädagogischen Praxis bietet praxisnahe Auseinandersetzung und praktische Orientierung zum Themenkomplex „Rechtsextremismus“, seinen Erscheinungsformen und Hintergründen. Besonderes Gewicht liegt dabei auch auf der Rekonstruktion (geschlechts-)spezifischer Gefährdungslagen von Jugendlichen, die ein Abrutschen in rechtsextreme Szenen begünstigen können. Unter Bezug auf die Handlungsfelder unserer Teilnehmenden sollen Perspektiven, Standards und Erfolgskriterien gelingender Intervention aufgezeigt werden.

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Die Arbeit des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt

Eine Beratungsbilanz für das Jahr 2012

Das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus wurde im Jahre 2007 in Sachsen-Anhalt aufgebaut. Die Beratung hat als generelles Ziel die Stärkung der Zivilgesellschaft in der Auseinandersetzung mit rechtsextremen Problemlagen sowie die Stärkung demokratischer Prozesse im Gemeinwesen. Landesweit arbeiten 5 Regionale Beratungsteams in Sachsen-Anhalt. Sie beraten Einzelpersonen, Institutionen sowie Vereine und Verbände, die mit Rechtsextremismus, Rassismus oder Antisemitismus konfrontiert sind und Unterstützung in dieser Situation anfragen. Die 4 Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt helfen den Betroffenen, die Folgen eines rechtsextremen Übergriffs zu überwinden.

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„Die erste Raketenstufe ist gezündet“

Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE sammelt Protestideen gegen Neonaziaufmarsch

Genau 82 Gäste sind am 05. November 2013 auf Einladung des Oberbürgermeisters Klemens Koschig zu einer Initiativberatung in den Saal des Dessauer Rathauses gekommen. Vom Juristen bis zur Sprecherin des Migrantanrates, vom Studenten bis zur Stadträtin und vom Vereinsvorsitzenden bis zur Pädagogin wurde intensiv eine Frage diskutiert: Wie kann die Doppelstadt zwischen Elbe und Mulde für Rechtsextremisten möglichst  unattraktiv gemacht werden? Der Anlass für diese richtige und notwendige Debatte wirft derweil seine braunen Schatten bereits voraus. Am 08. März 2014 wollen Neonazis erneut durch die Innenstadt marschieren und mit ihrer kruden Mischung aus Geschichtsverfälschung, Menschenfeindlichkeit und NS-Nostalgie die Opfer des Nationalsozialismus verhöhnen. Für das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE (mehr dazu hier…) Grund genug, kurz zurückzuschauen, aber vor allem mit möglichst vielen Menschen bereits jetzt Aktionen zu planen und für die kommende Protestsaison kreative Anregungen, Ideen und Wünsche einzusammeln.

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NÄCHSTENLIEBE ALS POLITISCHE PRAXIS - CHRISTLICHES ENGAGEMENT GEGEN MINDERHEITENFEINDLICHKEIT UND RECHTSEXTREMISMUS

3. bundesweite Ost-West-Konferenz am 29. – 30. November 2013 in Salem (Mecklenburg-Vorpommern)

Nächstenliebe ist ein ebenso zentraler wie komplexer Begriff des christlichen Glaubens. Sie will konkret gelebt werden, in unseren Kirchengemeinden, in unseren Städten und Dörfern, in der Öffentlichkeit wie im Privaten. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass das konsequente Handeln nach dem Prinzip der Nächstenliebe, beispielsweise beim Engagement gegen Rechtsextremismus, gegen Rassismus oder im Agieren für mehr Menschlichkeit in der Asylpolitik, auch Ablehnung in Kirche, Politik und Gesellschaft zur Folge hat. Die dritte Ost-West-Konferenz der BAG K+R wird diese Erfahrungen in der Diskussion mit Vertreter_innen aus Kirche, Politik und Zivilgesellschaft in den Mittelpunkt stellen: Wo und in welcher Ausprägung begegnet uns Rassismus und wie gehen wir mit den Auswirkungen um? Wie lebt Kirche den Begriff Nächstenliebe? Was sind Herausforderungen und wo brauchen wir innerhalb wie außerhalb kirchlicher Strukturen eine deutlichere und stärkere Position?

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