Jahresbilanz der Mobilen Opferberatung: Mehr als 200 politisch rechts und rassistisch motivierte Gewalttaten in 2015

Angriffszahlen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt

„Wir sind mit einer dramatischen Ausbreitung rechter und rassistischer Gewalt konfrontiert.“

217 politisch rechts motivierte Gewalttaten mit 316 direkt von den Angriffen Betroffenen hat die Mobile Opferberatung für das Jahr 2015 in Sachsen-Anhalt dokumentiert. Davon waren knapp zwei Drittel rassistisch motiviert. Damit hat sich die Zahl der bekannt gewordenen politisch rechts und rassistisch motivierten Angriffe im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. So hatte die Mobile Opferberatung bis Anfang März 2015 103 Angriffe für das Jahr 2014 registriert, die sich durch Nachmeldungen mittlerweile auf 120 erhöht haben. „Wir haben seit Beginn des unabhängigen Monitorings im Jahr 2003 noch nie so viele Fälle rechter und rassistischer Gewalt registriert wie im vergangenen Jahr“, so eine Sprecherin der Mobilen Opferberatung.

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JETZT ERST RECHT – GEMEINSAM GEGEN DEN NAZIAUFMARSCH am 19. März 2016 in Dessau-Roßlau

Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE ruft zum demokratischen Protest auf

RZ_Postkarte_16_02_24.inddAm 12. März 2016 werden wir mit der 4. Auflage der Aktion EINE MENSCHENKETTE FÜR DESSAU-ROSSLAU, dem bunten Programm BÜHNE FREI FÜR DEMOKRATIE im Dessauer Stadtpark, dem TOLERANZLAUF und den zahlreichen Aktivitäten unter dem Motto DESSAU-NORD GEDENKT vor allem eins zeigen: Dessau-Roßlau ist bunt und weltoffen! Genau eine Woche später steht die demokratische Stadtgesellschaft vor der nächsten Bewährungsprobe. Am 19. März 2015 wollen rechte Kameradschaften mit ihrem Aufmarsch durch unser Zentrum ziehen, den wahren Geschichtsverlauf leugnen, den nationalsozialistischen Terror relativieren und ihre menschenfeindlichen Parolen verkünden.

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„Können Sie mal mit meinem Kind reden?“

Angehörigenberatung im Zusammenhang mit Rechtsextremismus

Einladung zum landesweiten Fachtag
Donnerstag, 31. März 2016, 9.30 – 15.30 Uhr
Standort Magdeburg, Hörsaalgebäude (Haus 14)

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen familienbezogener Hilfen stellen seit geraumer Zeit fest, dass in ihrer alltäglichen Arbeit vermehrt Fallkonstellationen auftauchen, die in unterschiedlicher Weise mit Rechtsextremismus in Beziehung stehen.

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Presseerklärung des Bundesverband Mobile Beratung vom 25.02.2016

Nach rassistischen Vorfällen in Sachsen: Die Täter kommen aus der Mitte der Gesellschaft!

INITIATIVEN UND BETROFFENE BRAUCHEN UNTERSTÜTZUNG - NICHT NUR IN SACHSEN

 

RASSISMUS DER MITTE

Mit Bestürzung und Unverständnis nimmt der Bundesverband Mobile Beratung e.V. zur Kenntnis, wie unter anderem Sachsens Ministerpräsident Tillich mit seinen aktuellen Äußerungen zu Clausnitz und Bautzen den Rassismus als Randerscheinung darstellt. Es seien keine Menschen, die so etwas tun, sondern „Verbrecher“.
„Natürlich sind die Pöbler und Applaudierer Verbrecher, aber eben auch Menschen aus der Mitte der Gesellschaft. Wir haben ein Problem mit Rassismus in der Mitte, dem wir uns endlich stellen müssen“, sagt Heiko Klare, Sprecher des Bundesverbandes Mobile Beratung e.V.

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Presseerklärung der Opferberatungsstellen: Alarmierendes Ausmaß rassistischer Gewalt

Fehlender Schutz, Täter-Opfer-Umkehr und zahlreiche Rassismuserfahrungen belasten die Betroffenen

+++ Immer mehr rassistisch motivierte Waffengewalt +++ zunehmende Pogromstimmung +++ Polizeiverhalten in Teilen der Republik inakzeptabel +++ Opferberatungen fordern sofortiges Bleiberecht für Betroffene rassistischer Gewalt+++

Das Bundestreffen aller Mitgliedsorganisationen des Verbandes der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt vom 2.- 4. November 2015 in Köln fordert aufgrund der alarmierenden Eskalation rassistischer Gewalt Gegenmaßnahmen.

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„Europäische Zustände? Anti-europäische Einstellungen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in der europapolitischen Jugendbildung"

Vernetzungstreffen am 16. November in der Schwarzkopf-Stiftung Berlin

Die Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa arbeitet als Träger im Bundesprogramm des Familienministeriums „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ zu den Themen Europa und Jugendbeteiligung.

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„Bürgerbund Sachsen-Anhalt“ kündigt Spendenaktion in Dessau, Köthen und Bitterfeld an

Hinter der „Obdachlosenhilfe“ verbergen sich bekannte Aktivist_innen der extrem rechten Szene

Nach Informationen des Mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus in Anhalt (Projekt GegenPart) rufen bekannte Neonazis zu einer Spendenaktion für Obdachlose auf.  Für den kommenden Freitag, den 06. November 2015, kündigt der „Bürgerbund Sachsen-Anhalt“ auf seiner Facebook-Präsenz eine Spendensammlung für Obdachlose an der Dessauer Friedensglocke an. Weitere Termine sind der  13. November in Köthen und der 14. November in Bitterfeld. Auf den ersten Blick harmlos und besorgt um Hilfsbedürftige, verbergen sich hinter dieser Aktion bekannte Aktivist_innen aus der extrem rechten und militanten neonazistischen Szene.

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Nazi-Aufmarsch verhindern ! Kein Platz für Rassisten, Neonazis, Hass und Gewalt

„Come together“ - Halberstädter wollen rechten Aufmarsch in ihrer Stadt verhindern

Der Ende November 2014 gegründete Landesverband der rassistischen und in großen Teilen neonazistischen Partei „Die Rechte“ in Sachsen-Anhalt plant für Sonnabend, den 31. Oktober, einen Aufmarsch in Halberstadt. Dabei hat sie bewusst die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber (ZASt) im Visier, in der derzeit mehr als 1500 Menschen leben.

Dem stellt sich „Come together“, ein breites Bündnis engagierter, friedliebender, demokratischer und weltoffener Bürger entgegen. Nicht nur Halberstädter, sondern auch zahlreiche Frauen, Männer und Jugendliche aus anderen Städten wollen den rechten Aufmarsch verhindern helfen und nicht zulassen, dass die Ewiggestrigen gegen Flüchtlinge hetzend durch die Domstadt ziehen, ihre Ideologie verbreiten, Hass schüren und Andersdenkenden drohen. Was solche Parolen bewirken können, war in den vergangenen Wochen oft genug zu erleben. Nazis und Rassisten leben ihre Hetze auf der Straße und im Internet aus. Es gibt bundesweit  Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte und auch Übergriffe auf Geflüchtete.

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„Vor was habt ihr eigentlich Angst?“

165 Menschen haben erneut ein friedliches, buntes und kreatives Zeichen für Vielfalt, Weltoffenheit und eine gelebte Willkommenskultur in Roßlau gesetzt

Zum TOLERANZPICKNICK gibt´s Kamillentee, Muffins und lecker Suppe, fast stellt sich so etwas wie Gemütlichkeit ein. Aber eben nur fast. Der Anlass für die Teilnehmer aus Kirche, Vereinen, demokratischen Parteien und Institutionen am 13. Oktober 2015 dem Protestaufruf des Netzwerks GELEBTE DEMOKRATIE nach Roßlau zu folgen, passt eher zum kalten und schmuddeligen Oktoberwetter.

Nazis und Rassisten sind zum zweiten Mal in den überelbischen Stadtteil gekommen, um gegen eine geplante Flüchtlingsunterkunft Stimmung zu machen – nein puren Hass zu versprühen. Dagegen wurde auch diesmal mit einer symbolischen Menschenkette und einer Protest-Laola klar Kante gezeigt. Und der nächste braune Aufzug ist schon angekündigt, er findet in einer Woche statt.

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Massiver Anstieg rechter und rassistischer Gewalt in Sachsen-Anhalt

Mobile Opferberatung registriert bereits jetzt mehr Angriffe als im gesamten Vorjahr

Rassistische Gewalt und Bedrohungen bestimmen zunehmend den Alltag von Geflüchteten und ihren Unterstützer_innen

122 politisch rechts motivierte Gewalttaten mit 189 direkt Betroffenen hat die Mobile Opferberatung für die ersten drei Quartale registriert. Damit wurden seit Jahresbeginn bereits deutlich mehr rechte und rassistische Angriffe dokumentiert als für das gesamte Jahr 2014 (111). Statistisch gesehen ereignet sich derzeit mindestens alle zwei Tage eine politisch rechts motivierte Gewalttat in Sachsen-Anhalt.

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